Hämorrhoiden und Enddarmleiden

Sie sind nicht allein! Von Enddarmleiden sind viele Menschen betroffen. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen leidet mindestens einmal im Leben unter einer Erkrankung des Enddarm-Bereiches, wie etwa vergrößerten Hämorrhoiden, Analfissuren, Analekzemen oder Analvenenthrombosen. Die Proktologie beschäftigt sich mit diesen Erkrankungen, deren Vorbeugung, Diagnose und Behandlung. 

Wie werden diese Erkrankungen behandelt?

Die Beschwerden im Zusammenhang mit Erkrankungen des Enddarm sind unterschiedlich, von quälendem Juckreiz, Brennen und Schmerzen, Blutungen, über nässenden Ausschlag, Druckgefühl im Enddarm bis hin zur Inkontinenz. In unserer Praxisklinik in Starnberg bei München stehen jedoch zahlreiche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, um diese Erkrankungen erfolgreich behandeln zu können.

Hämorrhoiden
Hämorrhoiden sind krampfaderähnliche oder auch knotenförmige Schwellungen bzw. Erweiterungen einzelner Abschnitte des Schwellkörpers, der oberhalb der Schließmuskeln am Darmausgang liegt. Wenn diese so vergrößert sind, dass sie sich nach außen wölben und Beschwerden verursachen, spricht man von einem Hämorrhoidenleiden.

Vergrößerte Hämorrhoiden lassen sich im Allgemeinen gut behandeln. Dabei kommen verschiedene Therapien infrage, darunter auch nicht-operative.
So helfen Präparate zur lokalen Behandlung, wie entzündungshemmende Salben und Pasten, aber auch kortisonhaltige Salben, die Symptome wie Juckreiz, Brennen oder Schmerzen zu lindern. Diese Salben sollten jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum angewendet werden. Leider bilden sich die vergrößerten Hämorrhoiden dadurch auch nicht zurück. Lediglich die Beschwerden können dadurch ein wenig gelindert werden.

Von außen noch nicht sichtbare Hämorrhoiden (Stadium 1) oder solche, die nur während des Pressens beim Stuhlgang zum Vorschein kommen und sich bei Entspannung von selbst wieder zurückziehen (Stadium 2), lassen sich mit kleineren Eingriffen behandeln, zum Beispiel durch Veröden oder Abbinden mittels Gummiring.

Von außen sichtbare Gefäßknoten, die sich nach dem Stuhlgang wieder in den Darm zurückschieben lassen (Stadium 3), oder solche, bei denen dies nicht mehr möglich ist (Stadium 4), bedürfen hingegen meist einer Operation. 

Die operative Entfernung ist die einzige Therapie, die in einem fortgeschrittenen Stadium einen langfristigen Behandlungserfolg ermöglicht. Mit dem Laser werden die Hämorrhoiden dabei zunächst durch die thermische Wirkung „verschlossen“. Die betroffenen Gefäße werden auf diese Weise nicht länger vom Blutkreislauf versorgt und schrumpfen. Anschließend können die Hämorrhoiden entfernt werden. 

Welche Behandlung im individuellen Fall sinnvoll ist, bespricht Dr. Sünkel gerne im persönlichen Beratungsgespräch und unter Kenntnis der Ausgangslage des individuellen Befundes.

Analvenenthrombose
Die Analvenenthrombose ist ein schmerzhafter Knoten am Afterrand. Hierbei handelt es sich um ein Blutgerinnsel in den kleinen Afterrandvenen, die dadurch aufgeweitet werden können. Grundsätzlich sind Analvenenthrombosen ungefährlich. In der Regel lösen sich die Knoten auch selbst wieder auf. Bei sehr starken Schmerzen kann jedoch ein kleiner ambulanter Eingriff sinnvoll sein. Dabei wird der Thrombus (Blutgerinnsel) je nach Ausprägung entweder teilweise oder gänzlich entfernt. Die Entfernung des Knoten erfolgt ambulant, unter örtlicher Betäubung. 

Afterriss (Analfissur)
Eine Analfissur ist ein schmerzhafter Einriss der Haut- oder Schleimhaut des Afters. In den meisten Fällen handelt es sich um eine akute Analfissur, die sich mit Salben und stuhlregulierenden Maßnahmen behandeln lässt. Ist das Leiden jedoch chronisch, wird eine Analfissur-Operation (Fissurektomie) notwendig, die meist ambulant durchgeführt wird. Dabei werden die Analfissur und das umgebende Narbengewebe vollständig entfernt, sodass das Gewebe im Anschluss optimal abheilen kann und Betroffenen keine Schmerzen bereitet.

Analabszess / Analfistel
Ein Analabszess ist eine entzündliche Eiteransammlung im Bereich des Afters. Dieser bedarf schnellstmöglich eines operativen Eingriffs. Hierbei wird die Haut, die den Eiter einschließt, entfernt, sodass dieser vollständig abfließen kann. Die entstandene Wunde bleibt offen. Als Folgeerscheinung eines Analabszesses bleibt in fast allen Fällen eine Analfistel zurück. Die Analfistel ist ein Gang, der vom Inneren des Darmes oder des Analkanales zur Hautoberfläche führt. Auch diese sollte immer operativ behandelt werden, da es sonst zu wiederholten Abszessen mit zunehmender Schädigung der Schließmuskeln kommen kann. Hierbei stehen verschiedene Operationsmethoden zur Verfügung. So kann zum Beispiel die Operation mit Laser zum Einsatz kommen. Meist heilt eine Analfistel nach einer Operation vollständig ab. 

Analekzem
Ein Analekzem ist eine akute oder chronische Entzündung der Haut am After. In den meisten Fällen ist es eine Folgeerscheinung verschiedener anderer Erkrankungen, die zum Beispiel durch Pilze oder Bakterien verursacht wurden. Das Hauptsymptom des Analekzems ist ein starker Juckreiz. Die Haut am After ist flächig gerötet. Ein weiteres Symptom ist das Nässen des Afters, wodurch die Haut aufgeweicht wird. Durch das Aufweichen kann es zu weißlichen Verfärbungen im Bereich des Analekzems kommen.

Zur Behandlung eines Analekzems eignet sich neben einer guten Analhygiene und desinfizierenden Sitzbädern auch eine medikamentöse Therapie mit Salben. Kurzfristig empfiehlt sich das Anwenden einer Kortison-Salbe, die nach einiger Zeit durch eine weiche Zinkpaste ersetzt wird. Sollte das Analekzem mit Bakterien besiedelt sein, werden desinfizierende Salben oder Salben mit Antibiotika angewendet. Sind Hämorrhoiden der Grund für das Analekzem, müssen diese unbedingt behandelt werden, da ein Therapieerfolg mit Salben in diesem Fall kaum zu erwarten ist.

Feigwarzen (Condylome)
Feigwarzen werden durch eine Viruserkrankung im Genital- und Analbereich verursacht, die sich in der Regel durch stecknadelkopf- bis mehrere Zentimeter große Knötchen mit rötlich-brauner oder weißlicher Färbung darstellen.
Feigwarzen werden meist operativ oder mittels Elektro- oder Lasertherapie entfernt. Da  es sich bei Feigwarzen um eine Viruserkrankung handelt, für die bislang keine Behandlungsmethode existiert, die eine vollständige Heilung garantieren kann, kommt es in vielen Fällen trotz vollständiger Entfernung zur erneuten Ausbildung der Warzen. Nur durch regelmäßige Untersuchungen lassen sich Neubildungen rechtzeitig erkennen und behandeln.

Dr. med. Stefan Sünkel und sein Praxisteam nehmen sich Zeit für Ihr Anliegen. Wir bieten sanfte und modernste Diagnose- und Behandlungsmethoden in ruhiger und entspannter Atmosphäre. 
Haben Sie weitere Fragen, oder wünschen Sie ein persönliches Beratungsgespräch in unseren Praxisräumlichkeiten in Starnberg nahe bei München, kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Sie.

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